Warum wörtlich statt schön
Unter jedem Wort steht, was es wörtlich heißt. Nicht schönes Deutsch, sondern genaues. Wo die fremde Sprache das Verb ans Ende stellt oder den Artikel weglässt, tut die deutsche Zeile es auch. Das liest sich holprig, und genau das ist der Zweck: Du siehst die Bauweise des Satzes, statt sie hinter einer glatten Übersetzung zu verlieren.
Eine dritte Zeile sagt den Satz so, wie man ihn auf Deutsch sagen würde. Sie ist die Absicherung, nicht der Kern. Wer nur sie liest, lernt die Sprache nicht, sondern den Inhalt.
Die drei Ebenen und wie sie verschwinden
Jede Folge hat drei Textebenen: das wörtliche Deutsch unter den Wörtern, die fremde Sprache selbst und die sinngemäße Zeile. Jede lässt sich mit einem Schalter abschalten.
Am Anfang bleiben alle drei an. Später nimmst du dir die Hilfe weg, erst den ganzen Satz, dann Wort für Wort. Am Ende bleiben die fremde Sprache und der Ton, und genau dahin geht es. Die Schalter sind kein Test. Du stellst sie zurück, wann du willst.
So sieht das aus
Ein italienischer Satz, wie ihn die App zeigt. Oben das Wort, das du hörst. Darunter, was es wörtlich heißt — nicht schönes Deutsch, sondern genaues. So siehst du, wie der Satz gebaut ist, statt ihn dir zu übersetzen. Die dritte Zeile sagt es so, wie man es auf Deutsch sagen würde.
Jeden Morgen öffnet der Markt sehr früh.
Antippen heißt: das kann ich
Du entscheidest, was du kannst. Ein Tipp auf ein Wort, und die Hilfe darunter verschwindet. Kein Abfragen, keine Karteikarte, kein richtig oder falsch.
Aus dem, was du angetippt hast, weiß die App, wie viel von einer Folge du schon kennst, und wann du zur nächsten weitergehen kannst.
Wiederholung ist der Kern
Wiederholung statt Abfrage. Eine Folge hörst du wieder und wieder, bis das Deutsche darunter überflüssig ist. Beim ersten Hören liest du alles mit. Nach einigen Durchgängen kennst du die Sätze, bevor die Stimme sie sagt. Irgendwann hörst du die Folge nebenbei, beim Gehen oder in der Bahn, und verstehst sie ohne Text.
Dafür gibt es Tempo von halb bis anderthalb, eine Schleife und Wiedergabe im Hintergrund. Die Folgen sind kurz, damit das Wiederholen keine Überwindung kostet.
Das ist kein schneller Weg. Es ist der, nach dem etwas bleibt.
Erst echte Orte, dann eine Geschichte
Jeder Kurs beginnt bei echten Orten: einem Bauwerk, einem Markt, einem Weg. Danach begleiten die Folgen eine Figur durch ihren Alltag, von der Ankunft in einer fremden Stadt bis zu einem Jahr an der Küste. Die Figuren kehren wieder, und mit ihnen die Wörter. Ein Text, bei dem du wissen willst, wie es weitergeht, hält das Wiederholen aus.
Wörter im Satz, nicht auf Karteikarten. Du hörst sie dort, wo sie hingehören, und mit dem, was um sie herum steht. Ein Wortschatz für den Anfang, Folge für Folge aufeinander aufgebaut.
Für wen das nichts ist
Wer schnell vorankommen will, wird hier ungeduldig: dieselbe Folge oft zu hören, ist der Kern der Sache und kein Zusatz. Wer ein Spiel sucht oder ein Gespräch mit einer KI, findet beides hier nicht.
Wer schon flüssig liest und Texte für Fortgeschrittene sucht, findet hier zu wenig. Riima ist für Anfänger gebaut.